TOP Ö 1: Areal ehemalige Feuerwache,
Gestaltung und Aufwertung des Außengeländes, Eingang Helmholtz-Gymnasium,
Information und Grundsatzbeschluss

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Beschlussvorschlag:

 

Der Bau- und Umweltausschuss befürwortet die vorgestellte Planung. Diese soll konkretisiert und mit der ADD abgestimmt werden.

 


Der Vorsitzende verweist auf die Vorlage Nr. 60/1285/2018.

 

Er informiert, dass der Bau- und Umweltausschuss am 22.11.2016 der grundsätzlichen Umgestaltung des Außenbereiches sowie des Teilrückbaues der ehemaligen Feuerwache zugestimmt habe. Der Teilrückbau sei mittlerweile abgeschlossen. Die ADD (ADD = Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier) habe einer Weiterverwendung der nicht verwendeten beantragten Mittel der Abrisskosten zugestimmt. Dies sollen für die Errichtung einer Toilettenanlage eingesetzt werden. Ein Planungsbüro wurde für die Gestaltung der Außenbereichsanlage beauftragt. Die Planung wurde der Schulleitung des Helmholtz-Gymnasiums vorgestellt und grundsätzlich befürwortet.

 

Der Vorsitzende bittet Herrn Ehrmann (Abteilungsleiter Stadtplanung) um Vorstellung der Planung.

 

Herr Ehrmann stellt anhand einer Powerpoitpräsentation die Planung vor.

 

(Die Präsentation ist im Ratsinformationssystem hinterlegt.)

 

Herr Ehrmann veranschaulicht anhand von Bildern und Planzeichnungen die derzeitige Flächensituation. Desweitern werden die Fußwegeverbindungen (Schulwege) und die Verkehrsanbindungen (fließender und ruhender Verkehr) dargelegt. Im Anschluss wird das potentielle Nutzungskonzept (drei Vorentwurfvarianten) mit Sichtbeziehungen für die Außenbereichsgestaltung erörtert. Unter planerischem Aspekt sei die Priorität auf eine Gestaltung mit einer Sichtachse zum Schloßplatz hin und einer gradlinigen Fußwegebeziehung zur Münzstraße gelegt worden. Es sei zudem angedacht eine neue Baumreihe anzupflanzen sowie einen s.g. Teppich um die bestehende Fahrzeughalle anzulegen. Der im vorderen Bereich verlaufende Fußweg (Bleicherstraße) soll durch einen „offenen“ Belag die Fahrbahn optisch abgrenzen. Die alte Fahrzeughalle werde durch eine vordere und einer hintere Veranstaltungsfläche umrahmt. Diese können durch Gestaltungselemente ausgestattet werden. Die vordere Fläche soll jedoch  auch durch Veranstalter auf dem jährlich statt findenden „Stadtfest“ genutzt werden können. Vor der Veranstaltungsfläche seien zusätzlich auch Stellplätze vorgesehen. Herr Ehrmann erläutert die verschiedenen Varianten und informiert abschließend, dass die Verwaltung zur Gestaltungsvariante 1 tendieren würde.

 

Herr Müller (Hochbauabteilungsleiter Stadtbauamt) informiert über die angedachte räumliche Nutzung der ehemaligen Fahrzeughalle.

 

Er erläutert, dass die innere Umnutzung der alten Fahrzeughalle in einen Mehrzweckraum eine Raumnutzung im Hallenbereich von ca. 300 m2 eröffne. Dies bedeute ein Platzangebot von ca. 250 Personen. Die alten Tore der Fahrzeughalle (Richtung Schule) sollen durch Falttore ersetzt werden. Dadurch entstehe die Möglichkeit, dass man den Innen- und Außenbereich miteinander verbindet. Zur Straße hin sei eine „Pfostenriegel-Fassade“ mit zwei Türen eingeplant. Diese Türen würden zum einen zur „Entfluchtung“ und zum anderen für eine außerschulische Nutzung dienen. Die Haupterschließung erfolge, über einen s.g. Windfang der zusätzlich auch als Garderobe genutzt werden könne, von der Schulseite aus. Der ehemalige Technikraum soll  weiterhin, in verkleinerter Form, für die Unterbringung der Technik genutzt werden. Die Restfläche könne als Lager genutzt werden. Herr Müller erklärt, dass die vorgesehene Fläche als Lager relativ begrenzt sei. Deshalb habe man eine zusätzliche Tür eingeplant um eine künftige Erweiterung der Lagerfläche, bei Bedarf, zu ermöglichen. Den Charakter der ehemaligen Feuerwache (Klinkerstein) möchte man beibehalten. Die Installationen sollen als „Aufputz“-Installationen ausgeführt und der Boden in Gussasphaltestrich hergestellt werden. Durch die günstigen Abrisskosten könnten die nicht verwendeten finanziellen Mittel, durch Zustimmung des Fördergebers, für eine Toilettenanlage verwendet werden. Die Bauausführung der Toilettenanlage werde dann, parallel zur Außenflächengestaltung, voraussichtlich 2020 erfolgen. Herr Müller betont, dass es möglich sei, weitere Bauausführungen, wie z.B. eine potentielle Photovoltaikanlage zu verwirklichen. Hier müsse jedoch die Wirtschaftlichkeit geprüft werden. Auch seien u.a. auch eine zusätzliche Fassadenverkleidung oder auch eine Überdachung des Eingangsbereichs denkbar.

 

Der Vorsitzende bittet um Wortmeldungen.

 

Ausschussmitglied Dettweiler möchte wissen, warum der angedachte, zusätzliche Lagerraum nicht gleich „mitgeplant“ bzw. verwirklicht werde.

 

Der Vorsitzende antwortet, dass dies eine Kostenfrage sei.

 

Ausschussmitglied Dettweiler möchte wissen, wie viel Parkraum durch die Baumaßnahme verloren ginge und wie man sich die technische Umsetzung der Parkstellflächen vorstellen könne. Er möchte zudem wissen, ob diese Parkstellflächen eventuell künftig eingezäunt werden würden.

 

Herr Ehrmann antwortet, dass es eine optische bzw. eine funktionale Absperrung geben würde. Eine funktionale Variante seien möglicherweise Poller oder Sitzmöglichkeiten als Barriere zu der dahinterliegenden Fläche (bespielbare Freianlagenfläche). Diese Barrieren müssten aber, für die Veranstaltung „Stadtfest“, wieder demontierbar sein.

 

Ausschussmitglied Nunold fragt, wie der Zustand des Flachdaches sei.

 

Herr Müller antwortet, dass das Flachdach lediglich ein kleiner Teil des Dachbereichs darstelle. Hierzu sei anzumerken, dass, aufgrund der Unterbringung der Technik im dortigen Bereich, eine Dämmung nicht notwendig sei. Mit dem Anbau der WC-Anlage werde der Dachbereich zum großen Teil (unter Berücksichtigung des Attikabereiches) erneuert.

 

Ausschussmitglied Schneider bemerkt, dass es, hinsichtlich des Projektes, „voran gehe“. Es sei von der Verwaltung ja auch zugesagt worden, dass bis zum Ende diesen Jahres Planentwürfe vorgelegt werden. Er regt an, eine Überdachung mit Photovoltaikanlage zu verwirklichen. Grundsätzlich begrüße er die von außen zugänglichen Toilettenanlagen. Hinsichtlich des möglichen zusätzlichen Lagerraumes, schließe er sich der Meinung von Ausschussmitglied Dettweiler an, und befürwortet eine direkte Umsetzung des erweiterten Lagerraumes. Die Entwicklung sehe er durchweg positiv und betont, dass dies eine Aufwertung des dortigen Bereiches sei. Er bemängelt, dass bei Veranstaltungen der dortige Bereich zugeparkt werde. Man müsse sich zudem die Anordnung der Gestaltungselemente sehr genau überlegen, denn die Fahrzeugführer würden sicherlich, bei Veranstaltungen, dazwischen parken.

 

Ausschussmitglied Eckerlein fragt, ob die Gestaltung des Außenbereiches (zwischen ehem. Fahrzeughalle und Schule) auch als „Platz“ verwirklicht werden könne. Er plädiert dafür, diesen Bereich, ohne optischen Durchgangsweg zu verwirklichen.

 

Herr Ehrmann sagt zu, dass die Anregung die Verwaltung gerne aufnehme.

 

Ausschussmitglied Cleemann möchte wissen, was man unter „Teppich“ bei der Gestaltung verstehen müsse.

 

Herr Ehrmann antwortet, dass man sich darunter einen anders farbigen Belag, wie z.B. bei der Alexanderkirche vorstellen könne. Es bedeute lediglich eine farbliche Abgrenzung des Belages.

 

Ausschussmitglied Dettweiler spricht sich gegen ein angedachtes Hochbeet (Gestaltungsvariante 3) aus. Diesbezüglich auch, wie Herr Ehrmann vorhin in der Vorstellung der verschiedenen Konzeptionen erläutert habe, im Hinblick auf einen künftigen erhöhten Pflegeaufwand. Er möchte zudem wissen, wie viel ein zusätzlicher Lagerraum kosten würde.

 

Der Vorsitzende weist daraufhin, dass es keine Obliegenheit der Kostenhöhe sei, sondern es sich um die „Freiwilligkeit“ der Leistung handele.

 

Nach weiteren kurzen Redebeiträgen schlägt der Vorsitzende vor, eine Abstimmung gemäß Beschlussvorlage durchzuführen. Alles Weitere werde sich ergeben.

 

Ausschussmitglied Schneider ist der Meinung, dass man die Gestaltung des Außengeländes, ähnlich wie der Vorschlag von Ausschussmitglied Eckerlein gewesen sei, als befestigten Platz an sich zu verwirklichen. Er weist daraufhin, dass bei größeren „überlaufbaren“ Grünflächen die Schüler mit den Schuhen den Schmutz, insbesondere bei schlechtem Wetter, in die Schule hineintragen würden.

 

Der Vorsitzende sagt zu, dass die Verwaltung diese Anregung mit aufnehme.

 

Ausschussmitglied Gries weist daraufhin, dass er grundsätzlich gegen die Beschlussfassung stimmen werde. Er ist der Meinung, dass es diesbezüglich bessere Lösungsansätze hätten herbeigeführt werden können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                                                                      

 

 


Abstimmungsergebnis:

 

Ja:

11

Nein:

1

Enthaltung:

0

 

An der Abstimmung nahmen 12 Mitglieder teil.

 

 

Verteiler:

1 x Amt 60/61

1 x Amt 60/65

1 x UBZ