Sitzung: 06.03.2012 Kulturausschuss
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Die Leiterin der
Bücherei, Frau Christian, berichtet im Sinne der ausgegebenen Tischvorlage zum
Jahresbericht 2011. Sie wertet auch weiterhin die Stadtbücherei als einen nicht
zu unterschätzenden Zukunftsfaktor für Gesellschaft und Kultur. Sie berichtet,
der Lesesommer 2011 sei mit rund 230 Teilnehmern, die zusammen 1.756 Bücher
gelesen haben, nun bereits im dritten Jahr ein fester Bestandteil der
Leseförderung in Zweibrücken geworden. Im Bereich der Jugendbücherei sei - dem
Trend der letzten Jahre folgend - die Zahl der Ausleihen rückläufig. Dies
erkläre sich zum einen durch ein verändertes Freizeitverhalten der jungen
Leserinnen und Leser. Zum anderen seien Gründe auch in der demographischen
Entwicklung und der starken „Konkurrenz“ durch Schulbibliotheken zu finden.
Sowohl durch einen gezielten Bestandsaufbau, als auch eine Anpassung der
Öffnungszeiten der Jugendbücherei sowie eine enge Kooperation mit den Schulen
durch verschiedene Aktionen versuche man eine Leserbindung zu erreichen und
damit das Interesse an der Kinder- und Jugendbücherei aufrecht zu erhalten. Die
Zahl der Ausleiher insgesamt sei gesunken, wobei – wie bereits dargestellt –
dies sich zu einem wesentlichen Teil im Bereich der Jugendbücherei verortet.
Bei den ausgeliehenen Medien sei die Bücherausleihe stabil und nach wie vor
Spitzenreiter. In der Gesamtsumme nehmen die neuen Medien nur einen relativ
geringen Anteil ein. Die Bücherei, so Christian, lege großen Wert auf
Aktualität des entsprechenden Angebotes. Begehrte Romane, so berichtet sie,
können vorreserviert werden gegen eine Reservierungsgebühr von 50 Cent pro
Buch. Sie berichtet weiterhin, dass die Kooperation mit den Literatischen
Verein, Sektion Zweibrücken, leider nicht mehr fortgesetzt werden könne, da
sich die Zusammenarbeit auf die Person Barbara Franke konzentriert habe, sie
aber aus persönlichen familiären Gründen dies nicht mehr leisten könne. Dennoch
werden die bisher vom Literarischen Verein organisierten Lesungen von der
Bücherei übernommen, so dass im Ergebnis dieses Angebot erhalten bleibe. Die
Bücherei werde diese Tradition fortführen.
Im Ausblick auf
2012 stünden im Blickpunkt die Themen Webopacs und E-Books. Bei dem
Themenbereich Webopacs gehe es darum, dass über Internet der Leser einen „Rund
um die Uhr“-Zugriff auf die Bestände der Stadtbücherei habe und sich vorab
informieren könne. Die Nutzung digitaler Medien nehme rapide zu, so dass sich
die Bücherei auch nicht dem Thema E-Books verschließen könne und wolle. Es sei
wichtig, gerade für die kommenden Generationen, die Nutzung dieser digitalen
Medien auch in der Stadtbücherei einzubinden. Mittelfristig solle weiterhin die
schon seit vielen Jahren geplante Zusammenführung von Hauptstelle und
Jugendbücherei in einem geeigneten „Zentrum für alle Generationen“, das eine
barrierefreie Nutzung ermöglicht, nicht aus den Augen verloren werden.
In der
anschließenden Diskussionsrunde unterstreicht Ausschussmitglied Ohler als Mitglied
des Literarischen Vereins, dass die bisher dem Literarischen Verein zur
Verfügung gestellten finanziellen Mittel für diese Aktionen künftig
zweckgebunden der Bücherei zur Verfügung stünden. Es handele sich um einen sehr
bescheidenen Beitrag. Dies wird von der Verwaltung zugesagt.
Im Übrigen nehmen
die Anwesenden die Informationen zur Kenntnis.
