Beschluss: zur Kenntnis genommen

Die Leiterin der Bücherei, Frau Christian, berichtet im Sinne der ausgegebenen Tischvor­lage zum Jahresbericht 2011. Sie wertet auch weiterhin die Stadtbücherei als einen nicht zu unterschätzenden Zukunftsfaktor für Gesellschaft und Kultur. Sie berichtet, der Lesesom­mer 2011 sei mit rund 230 Teilnehmern, die zusammen 1.756 Bücher gelesen haben, nun bereits im dritten Jahr ein fester Bestandteil der Leseförderung in Zweibrücken geworden. Im Bereich der Jugendbücherei sei - dem Trend der letzten Jahre folgend - die Zahl der Ausleihen rückläufig. Dies erkläre sich zum einen durch ein verändertes Freizeitverhalten der jungen Leserinnen und Leser. Zum anderen seien Gründe auch in der demographischen Entwicklung und der starken „Konkurrenz“ durch Schulbibliotheken zu finden. Sowohl durch einen gezielten Bestandsaufbau, als auch eine Anpassung der Öffnungszeiten der Jugendbücherei sowie eine enge Kooperation mit den Schulen durch verschiedene Aktio­nen versuche man eine Leserbindung zu erreichen und damit das Interesse an der Kinder- und Jugendbücherei aufrecht zu erhalten. Die Zahl der Ausleiher insgesamt sei gesunken, wobei – wie bereits dargestellt – dies sich zu einem wesentlichen Teil im Bereich der Jugendbücherei verortet. Bei den ausgeliehenen Medien sei die Bücherausleihe stabil und nach wie vor Spitzenreiter. In der Gesamtsumme nehmen die neuen Medien nur einen relativ geringen Anteil ein. Die Bücherei, so Christian, lege großen Wert auf Aktualität des entsprechenden Angebotes. Begehrte Romane, so berichtet sie, können vorreserviert werden gegen eine Reservierungsgebühr von 50 Cent pro Buch. Sie berichtet weiterhin, dass die Kooperation mit den Literatischen Verein, Sektion Zweibrücken, leider nicht mehr fortgesetzt werden könne, da sich die Zu­sammenarbeit auf die Person Barbara Franke konzentriert habe, sie aber aus persönlichen familiären Gründen dies nicht mehr leisten könne. Dennoch werden die bisher vom Literarischen Verein organisierten Lesungen von der Bücherei übernommen, so dass im Ergebnis dieses Angebot erhalten bleibe. Die Bücherei werde diese Tradition fortführen.

Im Ausblick auf 2012 stünden im Blickpunkt die Themen Webopacs und E-Books. Bei dem Themenbereich Webopacs gehe es darum, dass über Internet der Leser einen „Rund um die Uhr“-Zugriff auf die Bestände der Stadtbücherei habe und sich vorab informieren könne. Die Nutzung digitaler Medien nehme rapide zu, so dass sich die Bücherei auch nicht dem Thema E-Books verschließen könne und wolle. Es sei wichtig, gerade für die kommenden Generationen, die Nutzung dieser digitalen Medien auch in der Stadtbücherei einzubinden. Mittelfristig solle weiterhin die schon seit vielen Jahren geplante Zusammen­führung von Hauptstelle und Jugendbücherei in einem geeigneten „Zentrum für alle Generationen“, das eine barrierefreie Nutzung ermöglicht, nicht aus den Augen verloren werden.

In der anschließenden Diskussionsrunde unterstreicht Ausschussmitglied Ohler als Mit­glied des Literarischen Vereins, dass die bisher dem Literarischen Verein zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel für diese Aktionen künftig zweckgebunden der Bücherei zur Verfügung stünden. Es handele sich um einen sehr bescheidenen Beitrag. Dies wird von der Verwaltung zugesagt.

Im Übrigen nehmen die Anwesenden die Informationen zur Kenntnis.